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„Ein Daimler ist ein gutes Thier, zieht wie ein Ochs, Du siehst allhier. Er frißt nichts, wenn im Stall er steht, und sauft nur, wenn die Arbeit geht.“
Mit diesen Zeilen pries die Daimler-Motoren-Gesellschaft 1897 auf dem Cannstatter Volksfest ihre Lastwagen für die „Landwirthschaft“ an. Die Wagen mit drei Monaten Garantie kosteten zwischen 4650 Mark und 7730 Mark, wer eine Heizung wollte, musste 80 Mark drauflegen. Für einen Kilometer Fahrt mit einem 1,5-Tonner machte die Gesellschaft ihren Interessenten folgende Rentabilitätsrechnung je Kilometer auf: Versicherungskosten 2 Pfennig, Reparaturen und Ersatz 5 Pfennig, Betriebsstoff 6 Pfennig, Schmiermaterial 1,5 Pfennig, Vollgummibereifung 10 Pfennig, Fahrer und Mitfahrer 10 Pfennig, Verschiedenes 1,5 Pfennig – zusammengezählt also 36 Pfennig Betriebskosten je Kilometer. Im Jahr 1907 erreichte Daimler mit rund 7000 Mitarbeitern erstmals Weltbeachtung. Daimler baute zu Anfang ebenfalls Panzerwagen, Motoren für Schnellboote und für Flakscheinwerfer, Personenwagen mit Holzvergaser und die berühmten Silberpfeile.